„Rosa Tannenzapfen“ ist Kartoffel des Jahres 2013

Bayerischer Staatsminister Brunner verkündet Auszeichnung auf der BioFach

Nürnberg, 14. Februar 2013. Die Sorte „Rosa Tannenzapfen“ konnte sich in diesem Jahr eindeutig gegenüber ihren Konkurrenten als „Kartoffel des Jahres 2013“ durchsetzen. Mit Spannung verkündete der bayerische Staatsminister Helmut Brunner am Bioland Stand auf der BioFach die von unabhängiger Jury auserwählte Sorte. Mit ihrem intensivem Geschmack und der ungewöhnlichen Form verdient sie die jährlich verliehene Auszeichnung zu Recht.

Wegen ihrer sehr verwachsenen, fingerförmigen Knollen, mit schönen, tiefen, oft schuppenähnlichen Augen, aber glatter Schale wird sie auch Schuppenkartoffel genannt. Mit der zusätzlichen rosa Schale findet der Name „Rosa Tannenzapfen“ oder auf Englisch „Pink fir apple“ seine Berechtigung. Leider verblasst der leicht rote Anzug an der Luft, wie bereits C. W. E. Putsche 1819 bei dem Versuch erwähnt, eine Monographie über diese Sorte zu verfassen. Erstmalig erwähnt wurde sie in England bereits vor 1850.

Form und Farbe ergänzt gelbes, festkochendes Fleisch, das durch ein sehr fruchtig intensives Aroma besticht.

Gourmets und Gärtnern längst bekannt und aus einer breiten Kartoffelvielfalt nicht wegzudenken, ist sie wegen ihrer Form, die kaum zu schälen ist, fast vom Markt verdrängt. Die jährlich verliehene Ehrung interessanter Kartoffelsorten durch eine unabhängige Jury soll die auserwählten, teils in Vergessenheit geratenen Sorten bekannter machen und dadurch zum Erhalt beitragen, bieten sie doch zahlreiche Vorteile. Als Pflanzgut ist der „Rosa Tannenzapfen“ in mehreren EU Ländern erhältlich.

Seit bereits 2006 wird die Auszeichnung jährlich vergeben und entsprang den Diskussionen um die Sorte „Linda“. Zu den bisherigen Siegern zählen „Blauer Schwede“ (2006), „Linda“ (2007), „Bamberger Hörnchen“ (2008), „Adretta“ (2009), „Sieglinde“ (2010), „Ora“ (2011) und „Bintje“ (2012).

Jury „Kartoffel des Jahres 2013“:

Georg Janßen (AbL), Jan Plagge (Bioland), Karsten Ellenberg (Ellenberg´s Kartoffelvielfalt GbR), Prof. Dr. Rolf Wiese (Freilichtmuseum am Kiekeberg), Carolin Grieshop (Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH), Walter Kress (Slow Food Deutschland), Peter Glandien (Tartufflis erlesene Kartoffeln), Dr. Heidi Lorey (VEN), Rudolf Vögel (VERN)

v. i. S. d. P.: Karsten Ellenberg (Ellenberg´s Kartoffelvielfalt GbR): Tel.: 05806 / 304, kartoffelvielfalt@t-online.de in Kooperation mit der LVÖ in Bayern