AbL : Bayer - Monsanto Fusionsgenehmigung "nicht transparent und undemokratisch"

Eine Million Einwände gegen die Bayer - Monsanto Fusion hat es gegeben, u.a. von 72 europäischen Organisationen. Das musste EU Wettbewerbskommissarin Vestager zugeben. Doch sie wurden alle vom Tisch gefegt. Konzernmacht zählt in Europa offenbar mehr als Bürgerinteressen. Eine der wenigen Organisatoren, die als Drittpartei tiefere Einbklicke in die Prozeduren der Genehmigung nehmen konnten, war die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL. "Nicht transparent und undemokratisch" nennt Bundesgeschäftsführer Georg Janßen das Verfahren: „5 Tage Zeit, um 750 Seiten der Bewertung der Kommission zu lesen und dazu Stellung zu nehmen, wobei alle relevanten Marktdaten und Informationen geschwärzt sind und es keine öffentlich zugänglichen aktuellen Marktdaten gibt. " Am Ende kann niemand also die Entscheidung der Kommission nachvollziehen.

Doch wächst der Widerstand gegen Monopolkonzerne und für freies Saatgut, wie die Erfolge der Saatgutfestivals zeigen. Die Schlussfolgerung der AbL lautet deshalb: "Wir fordern die neue Bundesregierung auf, einen staatlichen Saatgutfonds einzurichten, der transparent und demokratisch, ökologische und konventionelle Züchtungsprojekte fördert, die samenfestes, nachbaufähiges, gentechnikfreies Saatgut entwickeln. " Hier die vollständige Presseerklärung der AbL

Im Rahmen des von der AbL NRW initiierte Projektes "Saatgut in Bauern- und Gärtnerhand" hat auch der VEN Kontakt mit der AbL aufgenommen