Eisbohne II im ersten Patenschaftsjahr 2011

Eine Patenschaft zu übernehmen ist eine verantwortungsvolle und immer auch eine spannende Angelegenheit: Die Sorte aus der Liste ausgesucht. - Nicht immer gibt es eine gute Sortenbeschreibung und auch wenn der Erstpate gut beobachtet hat, bleibt es unklar, wie sich die Sorte am neuen Standort, in einem anderen Boden und Klima entwickeln wird.

Sabine Friederichsen beschreibt das erste Anbaujahr mit ihrer Patensorte "Eisbohne 2", ihre Fotos zeigen die Entwicklung im ersten Patenschaftsjahr 2011.

Die Saat ist eingetroffen. So sehen die 20 Bohnen aus: schwarzblau, 1,3 cm lang und 0,8 cm breit, nierenförmig.

Der Garten ist vorbereitet. Seit 4 Wochen ist es sommerlich warm und trocken.

Es ist Mai und endlich kann es losgehen: etwas reifen Kompost aufgebracht, die Bohnen in 4 Gruppen gesät und anschließend angegossen.

Die Bohnen keimen Mitte Mai – die ersten Tage sind die spannendsten.

Einige Pflanzen sind schneller. Sie wachsen um die Wette.

Die Bohnen sind Anfang Juni schon deutlich gewachsen.

Die Eisbohne bildet schöne hellgrüne und herzförmige Blätter aus.

Die Blüte leuchtet rosalila – eine fröhliche Farbe im Gemüsegarten (28. Juni).

Heute habe ich eine Rankhilfe gesetzt, denn einige Pflanzen wollen höher hinaus. Sie trauen sich aber nicht weit nach oben.

Hier sieht man die jungen hellgrünen Hülsen. Sie sind durchschnittlich 13 cm lang. Die seitliche Unterstützung erfolgte Mitte Juli , als die Früchte zu schwer wurden.

Hellblau-schwarz glänzend sehen die ersten geernteten Früchte aus. Zuerst sind sie fast 2 cm lang. Meist befinden sich 4 bis 6 Bohnen in einer Hülse.

So stellen sich die gut ausgereiften Hülsen dar. Aus den hellgrünen sind lilagescheckte oder hellbraune Hülsen geworden.

Die Eisbohnen reifen noch bis in den Oktober ab. Sobald die Hülsen trocken wurden, habe ich die Bohnen geerntet, ausgepalt und zum Trocknen ausgebreitet
 

Die letzten Pflanzen wurden Mitte Oktober in den Heizungsraum gehängt, die Rankhilfen wieder entfernt. Trotz des nassen Sommers traten keine Pilzkrankheiten auf, das Gießen erübrigte sich und die Ernte war ganz gut.

Ich bin gespannt, wie die Eisbohne II sich im nächsten Jahr entwickelt.

Sabine Friederichsen, Patin aus Schleswig-Holstein

Kornelia Stock, Patenschafts-AG