Für konzernfreies Saatgut

Bunte Tomaten, interessante Bohnensorte und Chilis aller Schärfegrade machen die Erhaltungsarbeit so interessant. Aber der Erhalt der Vielfalt hat auch eine brisante politische Seite. Da gibt es die drohende Fusion der Agrochemie- und Pharmariesen Bayer und Monsanto, die mit Patenten auf Saatgut die Ernährungskette kontrollieren wollen. Die beiden Konzerne halten bereits jetzt jedes vierte Pflanzen-Patent beim Europäischen Patentamt. Schon heute beherrschen drei Konzerne mehr als die Hälfte des globalen Saatgutmarkts.

Am 6.September protestierten rund 80 Demonstranten vor der Bayer-Zentrale in Leverkusen gegen die geplante Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto. Der VEN tritt für konzernfreies, nachbaufähiges Saatgut ein.

Auch die Biolandwirtschaft braucht solches Saatgut. Bernd Schmitz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen, sagte dazu: "Wenn Bayer und Monsanto fusionieren, haben wir eine Marktkonzentration erreicht, die Wettbewerb nicht mehr zulässt. Für uns Bauern bedeutet dies in der Regel höhere Preise und Einschränkung der Saatgutvielfalt. Wir setzen auf Stärkung bäuerlicher Saatgutarbeit und auf nachbaufähige Sorten."

Quelle des Fotos: www.wir-haben-es-satt.de

Regionalgruppe: Düsseldorf