Saatgut richtig lagern

Damit man auch langfristig Freude an seinem Saatgut hat, sind einige grundsätzliche Punkte  zu beachten.

 

Saatgutbeschaffenheit

Saatgut sollte trocken gelagert werden. Je trockener, desto besser die Keimfähigkeit und umso länger bleibt sie erhalten. Feuchtes Saatgut verschimmelt und ist nicht mehr zu gebrauchen. Besonders geeignet sind daher als Lagergefäße Einkochgläser mit Gummidichtungen und Bügelverschluss oder größere Twistoffgläser. In diesen Gefäßen kann man auch mehrere Samentüten platzsparend einlagern und die Saat gut vor den Schwankungungen der Luftfeuchte in der Umgebung schützen.

Lagertemperatur

Saatgut sollte kühl gelagert werden. Optimal ist eine Lagertemperatur zwischen 0 °C und 10 °C. Zu vermeiden sind kurzfristige und große Temparaturschwankungen.

Lagerort

Saaatgut sollte an einem dunklen Ort gelagert werden.  Auch unter starkem Lichteinfluss leidet die Keimfähigkeit. Verwahren sie daher die Gläser mit Ihrem Saatgut in einem Schrank, der im (ungeheizten) Flur oder Keller steht.

Saatgut nachtrocknen

Saatgut sollte an trockenen Tagen geerntet werden. Dennoch muss es stets nachgetrocknet werden. Es sollte zunächst am Stängel belassen und auf Tüchern ausgebreitet werden um die physiologische Reife zu erreichen. Nach dem Drusch oder dem Abstreifen der Saat nochmals nachtrocken. Zur Kontrolle kann zum Schluss ein Test mit einem Trocknungsmittel, wie Silikagel erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass kein blaues (kobalthaltiges) Silikagel, sondern ein lebensmitteltaugliches Produkt verwendet wird.

Saatgut im Tiefkühlschrank

Für eine Lagerung im Tiefkühlschrank ist die oben beschriebene Nachtrocknung der Saat unerläßlich. Außerdem muss es im Anschluss in Vakuumbeutel eingeschweißt werden. Dann ist eine Lagerung bei - 18 °C für zehn und mehr Jahre möglich.