Knollenziest

Knollenziest Stachys affinis Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Stachys affinis

Andere Bezeichnungen: chinesische oder japanische Artischocke, Stachys.

Wilder Knollenziest ist in China heimisch und wird dort und in Japan seit Jahrtausenden als Speise genutzt.

1887 gelangte er nach Frankreich, wo er unter dem Namen 'Crosnes du Japon' in kleinem Umfang kultiviert wurde. Heute ist er in Mitteleuropa selten geworden.

Der etwa 40 cm hohe Lippenblütler hat nesselartige Blätter. Verzehrt werden die länglichen, perlschnurartig verdickten Knollen, die sich an den unterirdischen Ausläufern befinden.Sie können bis 8cm lang werden.

Er ist mehrjährig und absolut winterhart.

Sorten gibt es nicht, es sind aber in Asien verschiedene Herkünfte bekannt.

Anbau: 

Da Knollenziest selten oder wenig Samen ausbildet, ist es einfacher, ihn vegetativ mit seinen Knollen zu vermehren.

Im frühen Frühjahr werden die Knollen im Abstand von 20cm etwa 10cm tief gesteckt, der Reihenabstand beträgt 30cm. Das Beet wird mit Kompost gut versorgt.
Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.

Im März vorgezogene Pflanzen bringen gleich im ersten Jahr einen höheren Ertrag.

Krankheiten treten selten auf. Es sollte aber alle 3-4 Jahre das Beet gewechselt werden, um die Gefahr des Virusbefalls zu mindern.
Wühlmäuse haben Knollenziest zum Fressen gern.
 

Ernte: 

Da die Knollenbildung erst im Herbst erfolgt, beginnt die Ernte Ende Oktober und, bei offenem Boden, über den ganzen Winter.

Die Knollen trocknen nach der Ernte schnell ein. Man kann sie aber in feuchten Sand einschlagen und dann kühl lagern.

Vermehrung: 

Da Knollenziest selten oder wenig Samen ausbildet, ist es einfacher, ihn vegetativ mit seinen Knollen zu vermehren.

Nutzung: 

Knollenziest braucht nicht geschält zu werden, gutes Waschen, bzw. Bürsten genügt.

Man kann sie roh, gekocht, gedünstet, gebraten , kombiniert mit anderem Gemüse oder in Essig eingelegt verzehren.
Der Geschmack ist leicht nussig und erinnert entfernt an Artischocke oder  Schwarzwurzel.
Roh sind sie knackig, gegart sehr zart im Biss.

Text: Susanne Goroll