Internationaler Workshop: Vielfältige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Ort: 
Hamburg, Haus am Schüberg
Zeitraum: 
13. September 2010 - 8:00 - 14. September 2010 - 18:00
Kontakt: 
Mireille Hönicke, www.agrarkoordination.de

Das Jahr 2010 ist das Jahr der Biologischen Vielfalt. Außerdem steht eine Neugestaltung der EU-Agrarpolitik nach 2013 an. Der Klimagipfel in Kopenhagen hat gezeigt, dass man beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel nicht nur auf Fortschritte in den internationalen Klimaverhandlungen warten darf. Auch die nationale und europäische Agrarpolitik sind hier gefragt.

Insbesondere die Förderung und Erhaltung von landwirtschaftlicher Vielfalt, aber auch andere Strategien wie die Konzentration auf lokale Produktion und lokale Vermarktung stellen in vielen Ländern des globalen Südens einen gangbaren Weg dar, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. Einige dieser Beispiele aus dem Norden wie aus dem Süden sollen auf dem Internationalen Workshop. “Vielfältige Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“ vorgestellt werden. Zum Beispiel wird die Arbeit des Bauernnetzwerks MASIPAG auf den Philippinen vorgestellt sowie vergleichbare Projekte anderer Entwicklungsorganisationen. Hierbei soll diskutiert werden, ob sie repräsentativ und übertragbar sind und was wir von ihnen lernen können.

Die größte Herausforderung unserer Zeit, die weltweite Ernährung zu gewährleisten, wird von vielen Seiten angegangen, doch fehlt es an Kohärenz zwischen Landwirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik.

Der Workshop soll dazu beitragen, die Themen Biodiversität und Landwirtschaft stärker zu verknüpfen. Die Landwirtschaft und ihre Gestaltung sind für den Schutz der Biologischen Vielfalt von großer Bedeutung. Dabei sind die Übergänge zwischen Biodiversitätsschutz und Schutz der landwirtschaftlichen Vielfalt oft fließend. Innerhalb des Forums U&E ist das Thema Biodiversität bisher nur in der AG Biodiv präsent. Dabei gibt es viele Überschneidungen zur AGLE. Der Workshop bietet die Möglichkeit den Austausch und die Vernetzung zwischen den beteiligten Verbänden aus Umwelt und Entwicklungspolitik zu intensivieren und eine gemeinsame Strategie zum Schutz der Agro- und Biodiversität zu erarbeiten.