In den letzten 10 Jahren wurden vor allem in den Industriestaaten immer mehr Patente auf Pflanzen und Tiere erteilt. Die negativen Auswirkungen dieser Patente auf Landwirte und Züchter wurden in den letzten Jahren immer offensichtlicher, wie zum Beispiel eine stetig zunehmende Marktkonzentration. Es gibt wachsenden Widerstand gegen diese Patente von Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen, Landwirten, Züchtern und sogar Regierungen. Die Konferenz "Patente auf Saatgut - am Wendepunkt?" beschreibt die aktuelle Entwicklung und weist auf negative Auswirkungen des derzeitigen Patentrechts hin. Die Teilnehmer an der Konferenz werden über notwendige Änderungen und über Möglichkeiten zu politischen und rechtlichen Initiativen diskutieren.
Übersicht über die Tagung:
| 10:15 | Begrüßung |
| 10:30 | Carlos Correa (Universität von Buenos Aires, Argentinien): Weltweite Trends bei Patenten auf Saatgut |
| 11:10 | Guy Kastler (Via Campesina, Frankreich): Die Auswirkungen von Patenten und Sortenschutz auf Landwirte |
| 11:40 | Niels Louwaars (Universität von Wageningen, Niederland: "Die Auswirkungen von Patenten auf Züchter und Innovation und politische Möglichkeiten zur Lösung des Problems" |
| 12:10 | Christoph Then, Ruth Tippe (Keine Patente auf Saatgut): Der Fall Brokkoli und die anstehende Entscheidung des Europäischen Patentamtes |
| 12:40 | Mittagsimbiss |
| 13:30 | Wilhelmina Pelegrina (Searice, Phlippinen): Pflanzenzucht unter Beteiligung der Landwirte - Alternativen Formen der Innovation |
| 14:00 | Podium mit allen Rednern: Notwendigkeiten und Möglichkeiten um das derzeitige Patentsystem zu ändern |
| 15:00 | Zusammenfassung und Ausblick |
| 15:15 | Ende der Konferenz |
Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
Unkostenbeitrag: 25,- € (Mittagsimbiss inbegriffen) Die Tagungsgebühr ist bei der Ankunft zu entrichten.
Veranstalter: Greenpeace, Kein Patent auf Leben!, Misereor, EvB, Swissaid, Utviklingsfondet
