Kantenlauch

Kantenlauch Allium angulosum Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Allium angulosum

Der Kantenlauch ist ein weitgehend unbekanntes, heimisches Lauchgewächs, das man selten in feuchten Grasgebieten von Europa bis Sibirien findet. Der Anbau im Garten lohnt sich, denn seine schmackhaften Lauchblätter sind bereits früh im Jahr zu ernten.  

Den Namen trägt der Kantenlauch durch seine flachen Stiele, die einen Kiel in der Mitte bilden. Sie erreichen eine Höhe von etwa 30cm. Die hübschen, blasslila Blüten erscheinen von Juli bis in den August hinein.

Anbau: 

Der winterharte, mehrjährige Lauch gedeiht problemlos auf jedem nicht zu trockenen Boden ohne Staunässe in Sonne und Halbschatten. Er hat einen mittleren Nährstoffbedarf.

Ernte: 

Ab Anfang April  (das Bild ist von Mitte April) kann der grüne Lauch fortlaufend geerntet werden. Der Rückschnitt regt den Neuaustrieb an. Um die Pflanze nicht zu sehr zu schwächen, sollten ihr immer einige Blätter belassen werden oder nicht mehr als 2 mal komplett zurückgeschnitten werden. Auch die Blüten eignen sich zum Verzehr.

Vermehrung: 
Die Vermehrung kann vegetativ erfolgen mittels Teilung der Wurzelhorste.
Die generative Vermehrung durch Aussaat ist einfach. Die Samen bilden sich im August bis September. 
Neue Pflanzen gewinnt man dann durch Voranzucht oder Direktsaat im Frühjahr. 
Bei der Samengewinnung ist darauf zu achten, daß der Kantenlauch sich mit dem Berglauch, Allium senescens ssp. montanum, verkreuzen (hybridisieren) kann.
 
Nutzung: 

Geschmacklich hat er ein würziges Laucharoma, mit leichter Süße, Schärfe und etwas Knoblaucharoma. Dieses passt gut zu Salaten, Soßen, Eierspeisen und Dips.

Tipps: 
Auch andere wildwachsende Laucharten können unter Berücksichtigung des Naturschutzes gesammelt oder im Garten angebaut und in der Küche verwendet werden, wie zum Beispiel:

Text: Susanne Goroll