Guter Heinrich

Botanischer Name: 
Chenopodium bonus-henricus

Foto: Wikimedia Thomas Mathis

Der Gute Heinrich ist eine ausdauernde, heimische Wildpflanze, ein Kulturfolger des Menschen, der früher häufig in Dörfern, an Zäunen und alten Hofstätten auf stickstoffreichen Böden wuchs. Heute gilt er als vom Aussterben bedroht. Wegen seines kulturhistorischen Wertes, seiner Anspruchslosigkeit und Küchennutzbarkeit sollte ihm ein Platz im Garten eingeräumt werden.

Anbau: 

Es handelt sich um ein Gänsefußgewächs und mag nicht nach Spinat, Rote Beete und Mangold angebaut werden. Die Aussaat kann zwischen März bis Mai erfolgen, gut auch im September/Oktober. Vereinzeln auf 50x50 cm. Stickstoff-, bzw. Mistgaben fördern die Wüchsigkeit, er wird 70-80 cm hoch. Danach sind durch gute Selbstaussaat immer genug Jungpflanzen vorhanden. Der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Nach ein paar Jahren muß der Anbauplatz gewechselt werden.

Ernte: 

Die Ernte der Blätter und jungen Triebe erfolgt im frühen Frühjahr bis zur beginnenden Blüte, wenn andere Gemüsearten noch nicht zur Verfügung stehen. Danach nehmen die Bitterstoffe zu. 

Vermehrung: 

Der Gute Heinrich ist ein Fremdbefruchter, für die Samenernte sollten 5-10 kräftige Pflanzen zur Blüte kommen. Die Blüte erfolgt erst im zweiten Jahr.

Nutzung: 
Die jungen Blätter und Triebe lassen sich dünsten wie Spinatgemüse, sie haben ein hohen Vitamin C-Gehalt.
Junge Triebe, wie Spargel gebleicht und und die jungen, unreifen Blütenähren können auch Verwendung finden.
 
Text: Susanne Goroll