Vollauf zufrieden waren die Veranstalter My Open House und VEN mit dem großen Interesse von fast fünfhundert BesucherInnen am 19. Februar beim Fest der Kulturpflanze in Iphofen. Der Markt der Vielfalt von Saatgut, Pflanzgut (Dreschflegel, Rieger und Hofmann, Regenbogenschmiede, Bingenheimer Saatgut, Gärtnerei Veit Plietz, Fränkische Quittenrekultivierung, Förderkreis Speierling, Brennerei Pabst und VEN) und die Ausstellungen von ca hundert Weizensorten (Freie Saaten) und ebenso vielen Kartoffelsorten (Rosa Störkle) waren umlagert.
Nachrichten
4. Saatgutlehrgang in Flögeln bei Cuxhaven
Im Jahr 2011 findet zum 4. Mal der Saatgutlehrgang auf dem Ökohof von Peter Barthel in Flögeln bei Cuxhaven statt. Der aus drei Wochenendkursen bestehende Lehrgang ist besonders auf den Erhalt von Gemüsesorten ausgerichtet. Er wendet sich an HausgärtnerInnen, BiolandwirtInnen, BeraterInnen, LandwirtschaftslehrerInnen und andere Interessierte, sowohl AnfängerInnen wie Fortgeschrittene bezüglich der Saatgutgewinnung. Die Veranstaltung lehnt sich eng an die Lehrgänge der Arche Noah, Österreich, an.
Regionaltreffen Hannover und Umgebung
Die verschiedenen Böden sind in Hannover immer ein Thema bei den Treffen in der Region. Nördlich der Flüsse Ihme und Leine findet sich Sandboden, südlich nach Hildesheim zu, immer lehmiger und fruchtbarer Boden. Was wächst wo besonders gut? Welche Bodenverbesserungsmasnahmen sind erfolgreich? Womit sind gute Erfahrungen gemacht worden?
Erfahrungsbericht vom 3. Flögelner Saatgutlehrgang 2010
Obwohl ich schon seit über 10 Jahren von einem Teil des selbst angebauten Gemüses auch Saatgut gewinne, habe ich mir dieses Jahr meinen schon seit langem gehegten Wunsch erfüllt und ein Saatgutseminar besucht. Die Wahl fiel auf diesen umfangreichen Kurs, der auf drei Wochenenden über das Jahr verteilt war, da hier eine gut fundierte und umfassende Vermittlung von Wissen und Erfahrungen versprochen wurde, aber auch weil Flögeln unweit der Wurster Küste in einer Region liegt, die ich schon seit vielen Jahren kenne und mit vielen schönen Erinnerungen verbinde.
Gentechnisch veränderter Soja weder nachhaltig noch verantwortungsbewusst
Der Frage, ob der Anbau von gentechnisch verändertem Soja tatsächlich nachhaltig und verantwortungsbewusst ist, gingen Studien der Autoren Michael Antoniou, Paulo Brack, Andrés Carrasco, John Fagan, Mohamed Habib, Paulo Kageyama, Carlo Leifert, Rubens Onofre Nodari, Walter Pengue nach, die in einen Bericht mit dem Titel „Nachhaltig? Verantwortungsbewusst?“ gemündet sind.
Fest der Kartoffelvielfalt in Hannover-Linden
Am Samstag den 25. September feierte der Kleingärtnerverein „Linden e. V.“ mit 150 - 200 Besucher sein „Fest der Kartoffelvielfalt“.
Treffen von Paten der Stangenbohne „Hildesheim“
Am Samstag, den 11. September 2010, stand die Stangenbohne „Hildesheim“ im Blickpunkt des Interesses. Im Infogarten des Bezirksverbandes in Hildesheim trafen sich Paten der Sorte und an einer Sortenpatenschaft Interessierte.
Für die Stangenbohne „Hildesheim“ haben sich im Frühjahr 2010 mehrere Paten aus der Region Hannover-Hildesheim gefunden. Bei dem Termin ging es um Erfahrungsaustausch und darum möglicherweise Neues über die alte Regionalsorte zu erfahren.
VEN-Stand beim Umweltforum (UFO) im Schulbiologiezentrum Hannover
Trotz schlechter Wettervorhersage war das diesjährige UFO ein Erfolg, 3500 Menschen, viele Familien mit Kindern, besuchten die Angebote und Stände von 100 verschiedenen Organisationen und Vereinen, von Ameisenstaaten über die Pflanzentombola bis zur Zahnpflege für Kinder war für jeden etwas dabei.
Film zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt
Seit Jahrtausenden erschaffen Menschen auf der ganzen Welt die Vielfalt der Kulturpflanzen und der Nutztiere. Diese bio-kulturelle Vielfalt ist ein elementarer Teil des Menschenrechts auf Nahrung und muss deshalb Gemeingut bleiben und allen gehören. Aber heute kontrollieren zehn Konzerne bereits 67% des weltweiten Saatgutmarktes. Sie fordern eine Ausweitung ihrer geistigen Eigentumsrechte, um ihre Profite noch zu vergrößern und ihre Industriesorten der ganzen Welt aufzuzwingen. Nachbaufähige Sorten hingegen werden systematisch vom Markt verdrängt.
Regionalgruppe Rhein-Main gegründet
Am 19. Juni 2010 trafen sich 7 Mitglieder – überwiegend weiblich, wo bleiben die Männer? – bei Eveline Renell in Offenbach zum ersten Beschnuppern bei herrlichem Wetter. Nach Kaffeeklatsch unter dem endlich wieder austreibenden Feigenbaum ging es zur Besichtigung in das nahe gelegene Gelände der alten Stadtgärtnerei, wo Eveline Renell ein Erbsenschaubeet mit 17 Sorten angelegt hatte. Die Pflanzen zeigten sich in allen Entwicklungsstadien. Die Peluschken fanden besonderen Anklang, und die Sorte „Überreich“ machte ihrem Namen alle Ehre.
