Woher kommen die Sorten, die in Patenschaft gegeben werden?

Unsere Patensorten kommen aus den unterschiedlichsten Quellen.

Manchmal wird dem VEN glücklicherweise eine Sorte übergeben, weil jemand seine gärtnerische Tätigkeit leider aufgeben muss und er die Sorte, die er über lange Zeit angebaut und erhalten hat, weiter in Nutzung wissen möchte.

Auch von Sammlern bekommen wir Saatgut, z. B. wenn sie selbst am Rande der Kapazität ihres Gartens oder ihrer Kräfte angekommen sind und das Saatgut schneller seine Keimkraft verlieren  würde, als sie es wieder aussäen können.

Weitere Sorten stammen von Genbanken, wie der deutschen Genbank am IPK in Gatersleben. Sie ist eine private Stiftung öffentlichen Rechts, die die gesammelten Sorten in Kühllagern aufbewahrt, um sie vor allem für die Züchtung bereit zu halten, aber auch, um sie für die Erhaltungsarbeit der Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung zu stellen. In den sogenannten Material Transfer Agreements (MTA) ist diesbezüglich festgelegt, dass diese Sorten nicht für den gewerblichen Saatguthandel vermehrt werden dürfen. Der VEN ist verantwortlicher Partner und Unterzeichner dieses Abkommens mit der Genbank.

Der VEN ist in seiner Arbeit auf die Sorten des weltweiten Genbanknetzwerkes angewiesen und erhält von dort die Saatgutmuster, jeweils nur ein Tütchen pro Sorte mit oft recht knapp bemessenem Inhalt.

Andere Sorten sind im Besitz von mehreren Personen. Es kommt auch vor, daß uns jemand darauf aufmerksam macht, dass er eine Sorte, für die wir einen Paten suchen, bereits seit Jahren erhält. Dies ist dann natürlich eine besonders schöne Überraschung.