Arten und Sorten bei Kürbissen

Zu welcher Art eine Sorte gehört, sagt uns der botanische Name:
Er enthält den Namen der Gattung (vorne) und der Art (dahinter).
Der Sortenname steht manchmal dabei, manchmal nicht.
 

Beispiel: Cucurbita pepo „Black Beauty“ - eine Zucchinisorte.
Gattung Cucurbita = Kürbisse, Art Pepo = Pepo– oder Gartenkürbis, Sorte Black Beauty.
Die Zucchini gehört also zu den Gartenkürbissen. Wir essen sie unreif, bevor sich die harte Schale und die Kerne ausgebildet haben. Wer schon einmal aus dem Urlaub kam und eine Riesenzucchini im Garten vorfand, kann bestätigen, dass Zucchini zu den Kürbissen gehören…

Kürbis ist nicht gleich Kürbis. Zur Familie der Kürbisgewächse gehören zahlreiche Gattungen, u.a. Zucchini, Gurke und Melone.
Die meisten der beliebtesten Speisekürbissorten gehören zu einer der drei am häufigsten angebauten Arten: cucurbita pepo, cucurbita maxima und cucurbita moschata.
Alle Sorten einer Kürbisart können sich miteinander verkreuzen, denn Kürbisse sind „Crossies“.
Also aufgepasst beim Kürbisanbau zur Samengewinnung—denn Bestäuberinsekten fliegen weit.
Achtung: Kürbisfrüchte aus dem Handel können verkreuz-te Samen enthalten. Zierkürbisse gehören meist zur Art c. pepo. Sie enthalten oft giftige Bitterstoffe, die nicht in ess-bare Verwandte gelangen dürfen.

Die drei häufigsten Kürbis-Arten

Deutscher Name                                   Gattung  Art               Sorten

Maxima-Kürbis, Riesenkürbis              Cucurbita maxima   Gelber Zentner, Hokkaido, Burgess Buttercup, Turbankürbis/Bischofsmütze

Moschuskürbis                                      Cucurbita moschata Butternuss/Butternut, Muscade de Provence, Futsu

Pepo-Kürbis, Gartenkürbis, Zucchini   Cucurbita pepo        Zucchini „Black Beauty“, Cocozelle von Tripolis, Spaghettikürbis,
                                                                                                     Steirischer Ölkürbis, Ufo- /Patisson-Kürbis

 

Zeichnung: Annette FehrholzAn meinem Stängel sollst Du mich erkennen… Anhand der Fruchtstängel lässt sich ganz gut bestimmen, zu welcher Art ein Kürbis gehört: Riesenkürbisse haben eine korkenartigen, runden Stängel. Er löst sich oft von selber ab, wenn die Frucht reif ist. Moschuskürbisse haben Stängel, die auf der Frucht aufsitzen, sie sind in der Basis ausladend, manchmal etwas eingeschnürt. Die Stängel sind scharfkantig und oft rau. Pepo-Kürbisse haben Stängel mit fünf Hauptrippen und sind etwas bestachelt.

 

Fotos: Annette Fehrholz

Zeichnung: Annette FehrholzKürbisse haben keine Zwitterblüten, sondern sowohl männliche als auch weibliche Blüten.

 

 

 

Mach‘s doch selbst - Handbestäubung bei Kürbissen
Kürbisse lassen sich ganz gut von Hand bestäuben:
1.Männliche und weibliche Blüten kurz vor dem Aufblühen abendsvorsichtig verkleben, am Besten mit Malerkreppband. Insbesondere bei den weiblichen Blüten darauf achten, dass sie nicht beschädigt werden.
2.Am nächsten Morgen die männlichen Blüten abpflücken, sie dienen als Pollenpinsel. Blütenblätter entfernen.
3.Von den weiblichen Blüten ganz vorsichtig das Kreppband entfernen.
4.Die Narbe der weiblichen Blüten sanft mit dem männlichen„Pollenpinsel“ betupfen. Mit zwei weiteren männlichen Blütenwiederholen.
5.Die weibliche Blüte sofort wieder vorsichtig verschließen und markieren.