'Blondköpfchen' §

Blondköpfchen

Die Herkunft der Sorte Blondköpfchen ist nicht ganz klar. Wir haben das Saatgut aus der Genbank in Gatersleben, die Akzession hat die Bezeichnung LYC 31. Sie wurde ursprünglich durch die Firma Benary (Erfurt) 1946 an Gatersleben übergeben. In den Saatgutkatalogen der Firma Benary taucht die Sorte allerdings nicht als Handelssorte auf, obwohl das im Internet behauptet wird. Vermutlich wurde die Sorte nur geprüft, um zu evaluieren, ob sie als Kreuzungspartner für eigene Züchtungen geeignet ist.

Einen Hinweis auf Blondköpfchen ist im Buch von Franz von Frimmel „Freiland-Tomatenanbau“ (Verlag Eugen Ulmer, um 1942) zu finden, allerdings ohne Herkunftsangaben.

Bei http://ventmarin.free.fr/passion_tomates/tomates_bj_a_br/tomates_bj_a_br.htm wird geschrieben, dass die Sorte 1999 in der Broschüre "Garden Seed Inventory" erwähnt wird (Herausgeber "Seed Savers Exchange" in Decorah, Iowa, USA). Im Online-Katalog 2022 der Seed Savers wird die Sorte noch aufgeführt, allerdings auch ohne Herkunftsangaben.

Die Früchte sind insbesondere als Naschtomate zu verwenden. Wer süße Tomaten mag, hat hiermit die richtige Sorte. Sie kommt gut im Freiland zurecht, benötigt aber bei Krautfäulegefahr ein Tomatendach. Imposant sind die großen Fruchtstände. Weit mehr als 50 Früchte pro Traube (Wirtel) sind keine Seltenheit.

Jahr der Saatgutgewinnung (keimfähig 6 - 8 Jahre): 
2021
Angebot zuletzt aktualisiert am 03.09.2022