Winterzuckererbse, Winterkefe

Winterzuckererbse Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Pisum sativum L.

Anbauerfahrungen einer betagten Demeter-Gärtnerin aus dem Raum Düsseldorf, die eine Winterzuckererbsensorte seit vielen Jahrzehnten vermehrt. Herkunft: von ProSpecieRara, Schweiz. Wird ca. 2m hoch, blüht rosa und purpur.

Anbau: 

In der Schweiz wird die Winterzuckererbse meines Wissens Ende Oktober im Freien gelegt, tuffweise und dann mit einem kegelförmigen Hut versehen, gegen Schneedruck. Das klappt bei mir nicht (Nähe Düsseldorf). Ich säe deshalb Dezember/Anfang Januar je 8 Erbsen in 9cm Töpfe, die ich im Kalthaus zum Keimen bringe und später in den offenen Tunnel stelle, weit genug auseinander. Ausgepflanzt wird je nach Witterung Anfang bis Ende März, Abstand ca. 15-20cm. Kletterhilfe sollte schon vorhanden sein. Der Standort muß jährlich wechseln, nicht vor 4 Jahren wieder an den gleichen Platz.

Hat durch die extrem frühe Aussaat keine Würmer, ab und zu sind in den ausgereiften Samen Erbsenkäfer. Deshalb friere ich, wie bei den Bohnen, das Saatgut vorsichtshalber für 2 Tage bei -18°C ein.

Ernte: 

Ich nehme grundsätzlich ein Stück der Erbsenreihe von der Küchenernte aus (das würde ich auch bei anderen Erbsensorten so machen) und zeichne dies Stück mit gut sichtbaren Tüchern und Schild (nicht ernten, Saatgut!).

Vermehrung: 

Als ich die Sorte bekam, fing sie erst in fast 1m Höhe an zu blühen und zu tragen. Das bedeutet für mich, daß der vorherige Vermehrer unten für die Küche geerntet hat und noch die oberen Hülsen für Saatgut hängen ließ. Erbsen reagieren darauf offenbar genauso wie Stangenbohnen. Ich trenne jetzt die Saatguterbsen in solche, die unter 80cm Höhe geerntet werden, für Saatgut im kommenden Jahr, und solche, die oberhalb 80cm geerntet sind für die Küchenerbsen. So hoffe ich auf Besserung, aber das wird dauern.

Nutzung: 

Kochen der ganzen Schoten als Gemüse, eventuell auf Fädigkeit prüfen. Die getrockneten Samen werden beim Kochen nicht weich.