Kürbis

Botanischer Name: 
Cucurbita ssp.

Der Speisekürbis gehört zu den ältesten Nutzpflanzen Amerikas. Von dort verbreitete er sich ab dem 16. Jhdt. in alle Teile der Erde. Über die  Jahrhunderte wurden unzählige Sorten gezüchtet. Er ist einjährig und rankend, während Zucchinis, die auch zu den Kürbissen gehören, meist buschig wachsen.

Die wichtigsten Arten sind:
Pepo-Kürbis(Cucurbita pepo)
z.B. Zucchini, Spaghettikürbis, Patisson, Rondini, steirischer Ölkürbis, Zierkürbisse
Moschuskürbis(Cucurbita moschata)
z.B. Butternuss, Muscade de Provence
Maxima-Kürbis(Cucurbita maxima
z.B. Gelber Zentner, Hokkaido, Buttercup, Turbankürbis
 

Um die Artenzugehörigkeit der Sorten zu bestimmen, schaut man sich den Fruchtstängel der reifen Frucht an: Pepo-Kürbisse haben dort mehrere leicht bestachelte Längsrippen. Bei Maxima-Kürbissen sind sie verkorkt, rund, am Fruchtansatz nicht verbreitert. Die Stängel der Moschuskürbisse zeigen einen verbreiterten Fruchtansatz, sind hart, kantig und rauh.

Anbau: 
Die Ansprüche der Kürbisse an Klima, Boden und Platz sind recht hoch. Er möchte in sonniger, warmer Lage in feuchtem, aber nicht nassem, nährstoffreichen Boden wachsen.
Vorgezogen werden sie im April im Haus. Ab Mitte Mai kann ins Freiland ausgepflanzt werden. Zu dieser Zeit lassen sie sich in Weinbauklima auch direkt ins Beet säen.
Bei Bedarf wird gegossen und nachgedüngt.
Der erste Trieb kann auf 5-6 Blatt eingekürzt werden, damit sich die Pflanze gut verzweigt. Grundsätzlich gilt: je weniger Früchte man ihm läßt, desto größer werden sie. Unter die heranwachsenden Früchte legt man zum Schutz ein Brett oder flachen Stein.
Milpa ist eine Mischkultur der Indios, bei der sich Kürbis, Mais und Stangenbohne, auf einem Beet gepflanzt, gut ergänzen.
 
Ernte: 

Besonders Pepo-Kürbisse werden vielfach unreif geerntet  und verzehrt (Sommerkürbis). Die anderen sind erst erntereif, wenn die Stängelansätze trocken werden. Sie sind dann lagerfähig bis weit in den Winter hinein, zunächst zum Ausreifen an einem wärmeren, luftigen, trockenen Ort, danach dann kühler (Winterkürbisse).

Vermehrung: 

Kürbisse werden fremdbestäubt durch Insekten, deshalb darf zur sortenreinen Vermehrung im Umkreis von 250 m keine andere Sorte der gleichen Art wachsen, um eine Verkreuzung zu verhindern. Ist diese Distanz nicht sicher gestellt, kann durch die aufwändigere Handbestäubung oder durch Isoliertunnel ausgeholfen werden.

Für eine sichere Vermehrung braucht es mindestens 2 Pflanzen, besser
sind bis zu 10 Pflanzen einer Sorte. Die Arten untereinander verkreuzen sich nicht.
Das Saatgut ist bei sachgemäßer Lagerung mindestens 3 Jahre keimfähig.
 
Nutzung: 
Grundsätzlich sind alle hier genannten Kürbisse essbar, sofern sie nicht durch vorheriger Verkreuzung mit Zierkürbissen bitter schmecken, ein Zeichen, daß man sie auf keinen Fall essen sollte.
Der Verwendung von Kürbis in der Küche sind keine Grenzen der Phantasie gesetzt: Suppe, Gemüse, Kompott, Marmelade, Kuchen, auch die frischen, ganzen Blüten.
Die Schale kann bei vielen Kürbissen mitverwendet werden, ist aber in der Regel nach dem Kochen etwas härter als das Fruchtfleisch.
 
Ölkürbisse werden wegen der nährstoff- und ölreichen Samen angebaut, die durch eine Mutation ihre harte Samenschale verloren haben. Jung gepflückt, läßt sich auch sein Kürbisfleisch in der Küche verwerten.
 
Tipps: 

Text: Susanne Goroll