Der VEN in Berlin beim europäischen "Good Food Good Farming Day"

Der VEN beim Protesttag "Wir machen Dampf für die Agrarwende" in Berlin

Beim europäischen Aktionstag für eine umwelt- und bienenfreundliche Landwirtschaft gingen in 19 Ländern und 60 Städten Europas viele Menschen auf die Straße.
In Berlin waren wir am 27.10.2018 am Brandenburger Tor dabei und konnten Interessenten einige Fragen zu unserem Verein beantworten sowie Flyer verteilen.

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Regionalgruppe: Berlin
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Taschengarten 2019: politisch-ökologischer Gartenkalender

Der taschenGARTEN ist ein persönlicher Terminplaner und politischer Gartenkalender mit einer wöchentlichen Anbauplanung für den (Gemüse-)garten. Seit 2013 wird er vom Marburger Projekt GartenWerkStadt herausgegen - in jedem Jahr zu einem anderen Schwerpunktthema. Diesmal ist das Motto "In die Zukunft wachsen". Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten gibt es hier.

Für den taschenGARTEN 2019 hat sich das Kalender-Team auf die Suche gemacht nach Menschen, die sich schon heute auf eine Art und Weise mit Lebensmitteln beschäftigen, die wir für wegweisend halten: in Bezug auf Anbaumethoden, Produktionskontexte, Verteilung und auch was die Frage nach dem „Wie kommen wir da hin?“ betrifft. Dazu gibt es wie immer eine aussführliche Anbauplanung und viele Praxistipps für euren (Gemüse-)Garten. Einen kleinen Beitrag in dem Kalender zu mehrjährigem Getreide hat VEN-Mitglied Johannes Timaeus beigesteuert.

Im Kino: "Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen"

Der Dokumentarfilm "Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen"  (USA 2015, O.m.U, 90 Minuten) ist seit Oktober 2018 in vielen Kinos zu sehen. Der Regisseur Regisseur Taggart Siegel wird in einigen Städten an einem Filmgespräch im Anschluss an die Vorführung teilnehmen. Weitere Sondervorführungen mit Filmgesprächen sind vorgesehen oder noch in Planung, siehe  http://www.wfilm.de/unser-saatgut/kinotermine/. In dem Film wirken unter anderem die weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall, Raj Patel und Percy Schmeiser mit. Ausgezeichnet wurde der Film mit 18 Festival-Awards und ist aktuell EMMY-nominiert als Outstanding Nature Documentary.

Der VEN ist Partner des Filmverleihs. Viele Mitglieder des VEN organisieren weitere Sondervorführungen, teils mit Diskussionen und Infoständen. Bitte auch den VEN Terminkalender beachten.

Heiße Sache oder was? Neue Fachgruppe Capsicum sucht MitstreiterInnen

Aufruf zur Mitarbeit in der Fachgruppe Capsicum und in Erhalterringen für Paprika und Chili 

Von Christian Visser 

Chili und Paprika sind, im wahrsten Sinne des Wortes,
 in aller Munde. In den letzten Jahren sind insbesondere scharfe und bunte Sorten auf den Markt gekommen, die sich reger Nachfrage erfreuen. Auch einige VEN-Mitglieder beschäftigen sich schon länger mit interessanten Sorten, nicht zuletzt waren die Capsicum-Arten das Gemüse des Jahres 2015/2016. Vor einigen Monaten kam die Idee auf, interessierte VEN-Mitglieder zusammenzubringen, die sich für Chilis und Paprika sowie samenfeste Sorten und ökologisches Gärtnern begeistern. Wir wollen uns über die Arten- und Sortenvielfalt und die Kulturgeschichte von Chilis und Paprika austauschen. Weitere spannende Aspekte sind der Tausch von Saat
gut und Capsicum-Sorten sowie deren Erhaltung. Bei der Erhaltung greifen wir auf das Konzept der Erhalter-Ringe des VEN zurück, bei denen mehrere Teilnehmer gemeinsam die Erhaltung einer Sorte schultern. Auch die Nutzung von Chilis und leckere sowie gesunde Rezepte wären ein mögliches Arbeitsfeld. Wir sind offen für alle Capsicum-Sorten. Die überall erhältlichen, bunten, extrascharfen Chili- sowie Paprikasorten stehen dabei aber nicht alleine im Mittel- punkt. Schwerpunkt unserer Erhalterarbeit sollen seltene und außergewöhnliche Capsicum-Sorten darstellen. Ein Beispiel ist die in diesem Beitrag abgebildete Elephantchili, die auch als Tigerpfefferoni bezeichnet wird. 

Wenn Sie begeisterte Chili- oder Paprika-GärtnerInnen sind und sich zu diesem Thema austauschen und gemeinsame Projekte starten wollen, melden Sie sich bei Christian Visser und Johannes Timaeus unter capsicum@nutzpflanzenvielfalt.de.

Weitere Artikel und Informationen zu Chilis uns Paprikas finden Sie unter diesem Link.

Ceylon-Spinat

Ceylon-Spinat Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Basella alba var. rubra

Der bei uns im Freiland einjährige Ceylon-Spinat, auch indischer Spinat genannt, ist eine Unterart des  Malabarspinat (Basella alba). In tropischen Ländern wird er als mehrjährige Blattpflanze genutzt. Durch die purpurroten Stiele, rot-grünen Blätter und rosa Blüten ist er hübsch anzusehen. Die langen Ranken läßt man an Reisig oder Zäunen klettern oder auf dem Boden kriechen. 

Anbau: 
Aussaat im Haus: März bis Mai bei 18-21° Grad, nach der Keimung 15-20°, eventuell die Samen vorher 24 Std. einweichen.
Pflanzung: ab Mitte Mai an einen sonnigen, mit genügend Nährstoffen versorgten Standort im Freiland oder ins Gewächshaus. Auch als Ampelpflanze zu kultivieren. Als Zimmerpflanze kann man ihn überwintern und dann ist er mehrjährig.
 
Ernte: 

Ab Juni bis in den Herbst können die jungen Triebspitzen und Blätter geerntet werden.

Vermehrung: 

Der Ceylon-Spinat hat eine zwittrige Blüte und bestäubt sich selbst, man benötigt also nur eine Pflanze zur Vermehrung. Um eine Auslese zu ermöglichen, sind allerdings mehrere günstig. Saaternte: wenn sich die reifen, tiefroten Beeren beim Pflücken leicht ablösen lassen. Danach gut trocknen lassen. 

Nutzung: 

Die dickfleischigen Blätter müssen nur sehr kurz gekocht werden für Gemüse- oder Spinatgerichte. Sie können auch roh verzehrt werden. Die vitamin-, eiweiß- und mineralstoffreichen Blätter werden im Orient zum Sämigmachen von Suppen und Soßen gebraucht. Der Geschmack ähnelt dem von jungen Maiskolben.

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