Saatgut richtig lagern

Foto: Annette FehrholzKühl, dunkel, & trocken
So muss Saatgut gelagert werden, damit es nicht durch Schimmel und Insektenbefall verdirbt und möglichst lange keimfähig bleibt.
Also nicht in offenen Papiertütchen im Gartenhaus oder Wohnzimmerschrank.
Wer keinen trockenen Keller hat, sollte das Saatgut im kühlsten Raum lagern, der zur Verfügung steht. Schwankende Temperaturen müssen wegen drohender Schwitzwasserbildung vermieden werden.
Das Saatgut muss unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Am Besten eignen sich Gläser mit Gummiverschluss im Deckel (Twist-Off-Deckel mit Silikon oder Bügelgläser), ggf. kann ein Tütchen Milchpulver oder lebensmittelechtes Silicagel (Kieselgel) dazu gelegt werden.

Die Gläser ausführlich beschriften: Gattung, Art, Sorte, Erntejahr. Ggf. noch Herkunft (Anbauort und Gärtner*in).

Eine trockene Angelegenheit
Wichtig ist, dass das Saatgut vor der Einlagerung sehr gut getrocknet ist.
Am besten luftig und schattig trocknen und auf keinen Fall in der Sonne, im Backofen oder Dörrapparat!
Wenn sich der Samen nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen lässt, ist er trocken genug.

Iiihhh, was krabbelt denn da ?
Der Speisebohnenkäfer z.B. legt seine Eier in die frischen oder trockenen Bohnenkerne ab, die daraus schlüpfenden Larven fressen sich dann durch die Ker-ne, auch in unserem Saatgutlager. Eine Bohne kann bis zu 30 Käfereier enthalten. Da bleibt nicht mehr viel übrig für die Aussaat.
Es gibt aber einen einfachen Trick: Bohnensamen einfrieren — wenigstens ein paar Wochen!
Dann erfrieren auch die eventuell vorhandenen Käfereier. Gut getrocknete Bohnensamen kann man bedenkenlos tiefkühlen, ohne die Saatgutqualität zu beeinträchtigen.
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