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'Paas Lintorfer Frühe' - Eine Bohnensorte kehrt zurück


Nach Aufnahme der VEN-Paten-Sorte in die Slow Food Arche des Geschmacks kehrt die Bohnensorte zurück

Artikel von Raimund Günster

   

Kulturanleitungen jetzt für noch mehr Arten


erweitert und mit vielen Fotos von Susanne Goroll in einheitlichem Aufbau:

  • Botanik
  • Anbau
  • Ernte
  • Vermehrung
  • Nutzung
   

Gemüse des Jahres 2015/2016: Paprika und Chili


Das Feuer in der Küche. Alle Infos

   

Saatgutliste online


Über 1800 Sorten durchsuchen und bestellen bei unseren Erhalterinnen und Erhaltern

neu: jetzt mit integrierten Kulturanleitungen

Foto links: Hier sieht man eine Schote der Dicken Bohne (Vicia faba), die in der Saison 2015 im Leipziger Gemeinschaftsgarten Querbeet angebaut wurde (Foto: Johannes Timaeus).


Die UN Generalversammlung hat das Jahr 2016 zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erklärt. Hülsenfrüchte haben eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft, da sie durch eine Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Atmosphäre gewinnen können. Außerdem sind sie eine wichtige pflanzliche Eiweißquelle. Der VEN setzt sich aktiv für die Erhaltung traditioneller Hülsenfrüchte ein. Die Buschbohne "Paas Lintorfer Frühe" konnte so aus der Versenkung gerrettet werden und wird wieder in einer Reihe von Gärten angebaut und regional vermarktet.

Dieses Jahr gibt es eine Reihe von Veranstaltung rund um die Hülsenfrüchte. Es gibt Vorträge, Infostände und innovative Produkte rund um die Hülsenfrüchte auf der Grünen Woche in Berlin und auf der Biofach in Nürnberg.

Bisher wird ein Großteil der Hülsenfrüchte insbesondere Soja aus Amerika und Asien importiert. Soja wird unter äußerst fragwürdigen ökologischen Bedingungen produziert. Ein Großteil (über 80%) des weltweit angebauten Sojas ist gentechnisch verändert. Von zunehmender Bedeutung ist deshalb der Anbau von Hülsenfrüchten in Deutschland.  Mittlerweile gibt es eine Reihe von Fördermaßnahmen, Modell- und Forschungsprojekten. Einen Artikel zu diesem Thema von Johannes Timaeus finden Sie hier.

Letzten Sonntag gab es einen Tag zur Vielfalt von Chilis, Paprikas und Tomaten, der vom Tropengewächshaus in Witzenhausen organisiert wurde. Ursula Reinhard, Alexander Artmann und Johannes Timaeus vom VEN waren vor Ort und haben mit Ausstellungen zur Vielfalt von Tomaten, Paprika und Chili sowie Vorträgen zum Programm beigetragen. Es gab spannende Gartenführungen, Verkostungen und ein vielfältiges Angebot an samenfesten Saatgut. Einen kurzen Bericht und viele Fotos finden Sie in dem Bericht von Johannes Timaeus.

 

 

 

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Tropengewächshaus Witzenhausen in Kooperation mit dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt, Lila Tomate, dem Inselhof und Dreschflegel wieder einen Thementag rund um das beliebteste Gemüse Deutschlands: die Tomate. Doch diesmal stehen neben der Tomate noch zwei weitere Vertreter aus der Familie der Nachtschattengewächse im Mittelpunkt: Chili und Paprika – Gemüse des Jahres im VEN. Erfahren Sie am 30.8. in Witzenhausen einen Tag lang alles über die Vielfalt, Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie über Besonderheiten der drei tollen Roten aus der weiten Welt. Dazu stellen das Tropengewächshaus, der Lehr- und Lerngarten, der VEN und Lila Tomate zahlreiche verschiedene Tomaten-, Chili- und Paprikasorten aus und beraten Sie gern zu den einzelnen Sorten. Es besteht die Möglichkeit, Saatgut zu erwerben und Experten-Vorträge bieten Ihnen Hintergründe und wissenschaftliche Details über Pflanzenkrankheiten, Resistenzen und Sortenvielfalt bei Tomaten, Chili und Paprika. Durch Verkostungen lernen Sie verschiedene neue und altbekannte Sorten selbst kennen und lieben.

 
Was kann man sich Schöneres vorstellen als im Sommer durch ein Erdbeerfeld zu gehen, den Erdbeerduft zu genießen und frisch gepflückte Früchte zu genießen? Die Mitglieder des VEN hatten das Glück, den Erdbeer-Sortengarten der Deutschen Genbank Obst in Pillnitz, im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 12.-14. Juli, besuchen zu dürfen. Dort werden über dreihundert Erdbeersorten kultiviert und erhalten. Dr. Monika Höfer, Koordinatorin der Genbank Obst, führte die VEN-Mitglieder durch den Sortengarten und erläuterte Kultur- und Züchtungsgeschichte sowie die biologische Vielfalt von Erdbeeren. Erdbeeren wachsen fast überall auf der Welt.
 
 
 
 
 

Erhalterseminar "Give Peas a Chance"

Bericht über das Erhalterseminar des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) und der Transition Town-Initiative " Vermehrungsgarten Hannover" am 15. und 16. Mai 2015 in Hannover

Das Ergebnis kurz vorweg, die Erbse ist sehr vielfältig und interessant und bekommt auch durch Patenschaften beim VEN eine Chance für eine Ansiedlung oder Rückkehr in zahlreiche  Gärten Deutschlands.

Hopfen ist eine wichtige und faszinierende Kulturpflanze. Sie hat eine Reihe sehr aromatischer und hochwirksamer Inhaltstoffe, die z.B. das Bier aromatisch und haltbar machen. Hopfen wirkt im Bier als ein natürlicher Konservierungstoff und erlebt eine Renaissance im sogenannten Craft (handwerklich hergestelltem) Bier. Hopfen lässt sich leicht im Garten kultivieren und z.B. zum Brauen des eigenen Bieres verwenden. Außerdem ist er Gegenstand aktueller Züchtungsprogramme insbesondere die sogenannten Aromasorten, wie Cascade oder die deutschen Sorten Monroe und Mandarina Bavaria. Mehr infos finden sie in dem Artikel von Johannes Timaeus

Auf dem Foto links sieht man die weiblichen Hopfendolden, die in ihrem Inneren das gelbe, aromareiche Lupulin verbergen. Foto-Autor: Hans Kadereit, Wikimedia Commons, Quelle, Wikipedia

 

 

Begeistert wird auch in diesem Jahr, der von Familie Adlberger zur Verfügung gestellte Acker von jungen und auch vielen älteren Gärtnern angenommen. Auch der VEN hat in diesem Jahr 4 Reihen in Bewirtschaftung, um die große Artenvielfalt der Nutzpflanzen zu zeigen.
Das wunderschöne Frühjahr hat viele Samen, wie Linsen, Kichererbsen, Möhren, Lupinen schon gut aufgehen lassen und jeder hofft nun auf eine reiche Ernte. Tomaten und Paprika werden in der nächsten Woche gepflanzt.
Wer sich über die Führungen im Storchenacker informieren möchte, findet hier weitere Informationen.

 

 

 

„Wo kann man die kaufen?“ Ungläubig staunend drängen sich Menschen um die „Blaue Anneliese“, die spektakulärste Sorte der Kartoffelausstellung auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf. Die Frage ist bezeichnend, denn nichts, was hier gezeigt und angeboten wird, kann man anderswo kaufen. Nicht die „Blaue Anneliese“ und nicht die vielen hundert Gemüsesorten, die in kleinen Saatguttütchen abgegeben werden. Über 1000 Menschen sind deshalb am Samstag ins Geschwister-Scholl-Gymnasium geströmt, umlagerten die Stände und sprengten die Klassenräume, in denen es um Themen wie Saatgutgewinnung und Beerenobstschnitt ging.

 

 

 

Die „Heideniere“ ist die „Kartoffel des Jahres“ 2015. Sie ist über 60 Jahre alt und stammt aus dem Kartoffelland Niedersachsen. Sie gehört zu den alten Kartoffelsorten, die sich durch große Formen-, Farben- und Geschmacksvielfalt auszeichnen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Menschen haben die Vielfalt von über 2000 Paprika und Chili-Sorten aus nur fünf Arten gezüchtet. Die daraus entstandene biologische Vielfalt ist wiederum die Grundlage kultureller Vielfalt, die in den vielen verschiedenen kulinarischen Verwendungen ihren Ausdruck findet. Chilis und Paprika bereichern unsere Küche durch ihre bunte Farbenpracht und fruchtigem, teils scharfen Geschmack und ihrem sehr hohen Vitamin-Gehalt. Dieses Kulturgut muss bewahrt aber auch behutsam weiterentwickelt werden.

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