Der Dokumentarfilm "Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen"  (USA 2015, O.m.U, 90 Minuten) ist ab Oktober 2018 in vielen Kinos zu sehen. Der Regisseur Regisseur Taggart Siegel wird in einigen Städten an einem Filmgespräch im Anschluss an die Vorführung teilnehmen. Weitere Sondervorführungen mit Filmgesprächen sind vorgesehen oder noch in Planung, siehe  http://www.wfilm.de/unser-saatgut/kinotermine/. In dem Film wirken unter anderem die weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall, Raj Patel und Percy Schmeiser mit. Ausgezeichnet wurde der Film mit 18 Festival-Awards und ist aktuell EMMY-nominiert als Outstanding Nature Documentary.

Der VEN ist Partner des Filmverleihs. Viele Mitglieder des VEN organisieren weitere Sondervorführungen, teils mit Diskussionen und Infoständen. Bitte auch den VEN Terminkalender beachten.

Aufruf zur Mitarbeit in der Fachgruppe Capsicum und in Erhalterringen für Paprika und Chili 

Von Christian Visser 

Chili und Paprika sind, im wahrsten Sinne des Wortes,
 in aller Munde. In den letzten Jahren sind insbesondere scharfe und bunte Sorten auf den Markt gekommen, die sich reger Nachfrage erfreuen. Auch einige VEN-Mitglieder beschäftigen sich schon länger mit interessanten Sorten, nicht zuletzt waren die Capsicum-Arten das Gemüse des Jahres 2015/2016. Vor einigen Monaten kam die Idee auf, interessierte VEN-Mitglieder zusammenzubringen, die sich für Chilis und Paprika sowie samenfeste Sorten und ökologisches Gärtnern begeistern. Wir wollen uns über die Arten- und Sortenvielfalt und die Kulturgeschichte von Chilis und Paprika austauschen. Weitere spannende Aspekte sind der Tausch von Saat
gut und Capsicum-Sorten sowie deren Erhaltung. Bei der Erhaltung greifen wir auf das Konzept der Erhalter-Ringe des VEN zurück, bei denen mehrere Teilnehmer gemeinsam die Erhaltung einer Sorte schultern. Auch die Nutzung von Chilis und leckere sowie gesunde Rezepte wären ein mögliches Arbeitsfeld. Wir sind offen für alle Capsicum-Sorten. Die überall erhältlichen, bunten, extrascharfen Chili- sowie Paprikasorten stehen dabei aber nicht alleine im Mittel- punkt. Schwerpunkt unserer Erhalterarbeit sollen seltene und außergewöhnliche Capsicum-Sorten darstellen. Ein Beispiel ist die in diesem Beitrag abgebildete Elephantchili, die auch als Tigerpfefferoni bezeichnet wird. 

Wenn Sie begeisterte Chili- oder Paprika-GärtnerInnen sind und sich zu diesem Thema austauschen und gemeinsame Projekte starten wollen, melden Sie sich bei Christian Visser und Johannes Timaeus unter capsicum@nutzpflanzenvielfalt.de.

Weitere Artikel und Informationen zu Chilis uns Paprikas finden Sie unter diesem Link.

So lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Deutschen Gartenbaumuseum Erfurt. Ziel der Ausstellung ist, viele Menschen, ob Haugärtner, Gemüse- und Obstanbauer, Schüler und Lehrer, Köche oder Restaurantbesitzer für die fast vergessenen regionalen Nutzpflanzen zu interessieren.

Die im Herbst 2017 gestartete Fachgruppe Bohnen im VEN wird auch in diesem Jahr die schon aus den Vorjahren bekannte Bohnenvermehrungsaktion durchführen.

Dabei soll Bohnensaatgut, das in den Archiven des VEN lagert, durch eine Zwischenvermehrung aufgefrischt werden.

Viele Sorten konnten schon in mittlerweile über 40 neu gegründetetn Erhalterringen untergebracht werden und sind dort hoffentlich langfristig gesichert. Allen beteiligten Erhalterinnen und Erhaltern gilt unser großer Dank für ihr Engagement.


Die „Rote Emmalie“ ist eine Kartoffelsorte mit rotem Fruchtfleisch. Sie ist mittelfrüh, vorwiegend festkochend und länglich. Sie ist eine neue Sorte und wurde 2012 in die Bundessortenliste aufgenommen.

Gezüchtet wurde die Rote Emmalie vom Bio-Kartoffelzüchter Karsten Ellenberg aus Barum bei Uelzen (Niedersachsen).

Steckbrief „Rote Emmalie“

Die Tomatensorte Sunviva ist die erste nach dem neuen Open Source Konzept zugelassene Tomatensorte. Sie wurde gemeinschaftlich im Netzwerk des ökologischen Freiland-Tomatenprojekts an der Uni Göttingen gezüchtet, bei dem unser Mitglied Dr. Bernd Horneburg beteiligt ist. Bei den Saatgutfestivals im Rheinland kann man Jungpflanzen bekommen

Foto Links: hier sieht man ein Gemenge aus Wintererbse und Winterweizen auf dem Versuchsbetrieb Neu Eichenberg der Universität Kassel. Foto von Johannes Timaeus.


Mischkulturen bzw. Gemenge haben einiges an Potential wieder mehr Vielfalt auf die Äcker zu bringen und gleichzeitig zu einem produktiven landwirtschaftlichen Betrieb beizutragen. Um den Stand in der Praxis in Sachen Mischkulturen zu beleuchten, hat die Universität Kassel (Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz, Prof. Maria Finckh) im Rahmen des Projektes Remix eine Umfrage zu Mischkulturen ausgearbeitet. Sie richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte (im Voll- oder Nebenerwerb). Bei der Umfrage geht es um folgende Aspekte:

  • Ob und welche Mischkulturen schon in der Praxis Anwendung finden.
  • Was die Vorteile von Mischkulturen aus Praxis-Sicht sind
  • Was möglicherweise die Hürden für Mischkulturen in der Praxis sind und was deren Praxistauglichkeit verbessern würde.

 

Es geht also darum rauszufinden, wie man mittels Mischkulturen wieder mehr Vielfalt in die Landwirtschaft bekommt und so auch den Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Düngemitteln zu reduzieren. Ein kleinen aber sehr wichtigen Beitrag dazu kann man durch das Ausfüllen der Online-Umfrage leisten. Dafür sollte man sich ein bisschen Zeit nehmen, ca. 15 Minuten.

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt startet ein neues Konzept für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt. Das bisherige System war ein Patensystem in dem bestimmte besonders wertvolle Sorten einzelnen Paten zur Erhaltung übergeben wurden. Nun stellt der VEN ein neues Erhaltungskonzept vor: Erhalter-Ringe. Erhalter-Ringe sind eine offene und dezentrale Form der Sortenerhaltung. Wir rufen alle an der Erhaltung und Weiterentwicklung samenfester Sorten interessierten Menschen auf sich an Erhalter-Ringen zu beteiligen. Weitere Informationen zu den Erhalter-Ringen und Kontakt-Informationen finden Sie hier.

Das Stadtgarten-Projekt Gartenwerkstadt in Marburg gibt jährlich einen politischen Gartenkalender heraus. Für das Jahr 2018 dreht sich alles um das Thema Vielfalt im Garten.

Der taschenGARTEN ist ein persönlicher Terminplaner und politischer Gartenkalender mit einer wöchentlichen Anbauplanung für den (Gemüse-) Garten. 2018 stellt er viele konkrete Beispiele vor, wie Vielfalt in den Garten gebracht und erhalten werden kann. Außerdem ist er voller Hintergrundinfos zu Vielfalt im Kontext Landwirtschaft.

Bekommen kann man den Kalender hier.

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