Pressemitteilungen

Die Pandemieregelungen müssen Nutzpflanzenvielfalt mit Lebensmitteln gleichstellen

Bonn, 21.4.2020 - Die meisten Saatgutfestivals und -tauschbörsen konnten in diesem Frühjahr nicht stattfinden. Sie sind noch vor dem Internet die wichtigste Quelle für die Verbreitung von traditionellen Gemüsesorten und entsprechendem Wissen. Nun wird auch noch die zweite große Möglichkeit, nämlich Vielfaltssorten durch Jungpflanzen zu verbreiten, durch die derzeitigen Pandemie-Regelungen stark eingeschränkt, warnt der Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt.

´Quarta` ist die „Kartoffel des Jahres 2019“

von Heidi Lorey

Die Proklamation der „Kartoffel des Jahres 2019“ fand am 20.5. im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau Niedersachsen auf dem Eschenhof in Springe statt.

Die Gurke – Gemüse des Jahres 2019 / 2020

Foto: Melanie Grabner @ lilatomateDie Gurke (botanisch: Cucumis sativus L.) ist heute ein nahezu weltweit beliebtes Gemüse, wobei bei uns neben den Einlegegurken die gleichförmigen, zarten Schlangengurken aus dem Gewächshaus im Vordergrund stehen. Doch abseits davon findet sich noch eine durchaus beachtliche Vielfalt an Formen und Farben.

Die „Rote Emmalie“ ist die Kartoffel des Jahres 2018


Die „Rote Emmalie“ ist eine Kartoffelsorte mit rotem Fruchtfleisch. Sie ist mittelfrüh, vorwiegend festkochend und länglich. Sie ist eine neue Sorte und wurde 2012 in die Bundessortenliste aufgenommen.

Gezüchtet wurde die Rote Emmalie vom Bio-Kartoffelzüchter Karsten Ellenberg aus Barum bei Uelzen (Niedersachsen).

Steckbrief „Rote Emmalie“

VEN Gemüse des Jahres: Steckrübe, mit einem Such-Aufruf nach weiteren Sorten und Rezepten

Januar 2017 - Die Steckrübe - je nach Gegend auch Kohlrübe, Dotsche, Wrucke, Unter- oder Bodenkohlrabi, Kaschubische oder Oldenburger Ananas, Boden- oder Butter- bzw. Schmalzrübe oder Schwedische Rübe genannt - ist ein traditionelles Wintergemüse mit Ursprung im nördlichen Europa. Die Erinnerung an die schrecklichen "Steckrübenwinter" in Deutschland am Ende der beiden Weltkriege sind verblasst; heute erhält die unkomplizierte Rübe eine neue Chance. Mit ihrem zarten, süßlichen Aroma und guter Lagerfähigkeit ist das Gemüse vielseitig verwendbar.

Das Saatgutfestival 2015 weckt in Düsseldorf Interesse an der Sortenvielfalt

„Wo kann man die kaufen?“ Ungläubig staunend drängen sich Menschen um die „Blaue Anneliese“, die spektakulärste Sorte der Kartoffelausstellung auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf. Die Frage ist bezeichnend, denn nichts, was hier gezeigt und angeboten wird, kann man anderswo kaufen. Nicht die „Blaue Anneliese“ und nicht die vielen hundert Gemüsesorten, die in kleinen Saatguttütchen abgegeben werden. Über 1000 Menschen sind deshalb am Samstag ins Geschwister-Scholl-Gymnasium geströmt, umlagerten die Stände und sprengten die Klassenräume, in denen es um Themen wie Saatgutgewinnung und Beerenobstschnitt ging.

 

 

 

Engelstomate oder Himmelsstürmer? Sortenvielfalt von Kulturpflanzen nun leichter zugänglich

Witzenhausen, 30.11.2014 – Wer traditionelle Tomatenraritäten zuhause im Garten anbauen möchte, hat es künftig etwas leichter, passendes Saatgut zu finden. Die Saatgutliste des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) ging im Rahmen einer Veranstaltung an der Universität Kassel-Witzenhausen online. Bisher konnte man in der gedruckten Liste nach Sorteneigenschaften suchen, oder sich direkt bei den Sortengärtnern beraten lassen.

Ursula Reinhard vom VEN mit Neumarkter Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis geehrt

Neumarkt, 3. Juli 2014 - Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) gratuliert seiner ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenmitglied Ursula Reinhard zum Neumarkter Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis.

Ursula Reinhard hat sich in einer Zeit, in der Tausende Nutzpflanzensorten verloren gingen, mit Überzeugung und Energie dagegen gestemmt. Sie hat über Jahrzehnte viele Sorten hinüber gerettet in die Gegenwart, in der endlich das Bewusstsein für den Wert der Nutzpflanzenvielfalt gewachsen ist.

Begeisterte Besucher beim ersten Bonner Saatgutfestival

Unbeeindruckt von Eis und Schnee strömten circa 600 Gartenfreunde am 9. März zum ersten Bonner Saatgutfestival. Hier konnten sie Samen von seltenen Gemüsesorten, die sonst fast nur über das Internet zu haben sind, direkt erwerben und sich von den Anbietern gleich über deren Eigenschaften beraten lassen.  Genau darum ging es auch in den Gesprächen bei der Saatguttauschbörse, und jede Menge Samen wechselten dabei die Besitzer.

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