Umfrage zu Mischkulturen/Gemengeanbau in der Landwirtschaft

Foto Links: hier sieht man ein Gemenge aus Wintererbse und Winterweizen auf dem Versuchsbetrieb Neu Eichenberg der Universität Kassel. Foto von Johannes Timaeus.


Mischkulturen bzw. Gemenge haben einiges an Potential wieder mehr Vielfalt auf die Äcker zu bringen und gleichzeitig zu einem produktiven landwirtschaftlichen Betrieb beizutragen. Um den Stand in der Praxis in Sachen Mischkulturen zu beleuchten, hat die Universität Kassel (Fachgebiet Ökologischer Pflanzenschutz, Prof. Maria Finckh) im Rahmen des Projektes Remix eine Umfrage zu Mischkulturen ausgearbeitet. Sie richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte (im Voll- oder Nebenerwerb). Bei der Umfrage geht es um folgende Aspekte:

  • Ob und welche Mischkulturen schon in der Praxis Anwendung finden.
  • Was die Vorteile von Mischkulturen aus Praxis-Sicht sind
  • Was möglicherweise die Hürden für Mischkulturen in der Praxis sind und was deren Praxistauglichkeit verbessern würde.

 

Es geht also darum rauszufinden, wie man mittels Mischkulturen wieder mehr Vielfalt in die Landwirtschaft bekommt und so auch den Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und Düngemitteln zu reduzieren. Ein kleinen aber sehr wichtigen Beitrag dazu kann man durch das Ausfüllen der Online-Umfrage leisten. Dafür sollte man sich ein bisschen Zeit nehmen, ca. 15 Minuten.

Insbesondere im Bereich der Kulturen für die Lebensmittelproduktion konnten sich Gemenge in der "modernen" Landwirtschaft bisher nicht im Mainstream etablieren. Ein gutes Beispiel aus der Praxis aber sind die Mischung aus Linsen und Hafer oder Linsen und Leindotter, die von der Erzeuger- und Vermarktungsgemeinschaft Hessisches Hochland angebaut und vermarktet werden. Ein weiteres Beispiel ist die Erzeuger-Gemeinschaft Alb-Leisa, die Linsen in Mischung mit Leindotter anbaut.