Zum 200. Jubiläum der Universität: Den Lehr- und Schaugarten für Nutzpflanzen Teil 2 im Campus Poppelsdorf wieder eröffnen

Mitgliederversammlung des VEN schickt Resolution an den Rektor der Universität Bonn

Zu den Geschenken des Preußenkönigs Friedrich-Wilhelm III an die Universität Bonn zur deren Gründung 1818 gehörte neben dem Poppelsdorfer Schloß, dem Hof samt Hofgarten auch der heutige Nutzpflanzengarten der Botanischen Gärten. Er dient seitdem der Forschung und Lehre und ist der älteste und größte Schau- und Lehrgarten  über Nutzpflanzen in Deutschland. 

Im Rahmen der Bebauungsplanung des Campus Poppelsdorf hatte sich der Bonner Stadtrat für den Verbleib des Gartens am jetzigen, zentralen und leicht erreichbaren Standort eingesetzt. Es ging dabei um einen Großteil der Gartenfläche – Teil 2 des Nutzpflanzengartens -, auf der statt des Gartens weitere Institutsgebäude errichtet werden sollten.

Im Vorfeld hatten nicht nur breite Teile der Öffentlichkeit, sondern auch drei Träger des Alternativen Nobelpreises auf die hohe Bedeutung dieser Einrichtung für die Erhaltung der Biologischen Vielfalt und für die UN-Stadt Bonn hingewiesen.

Seither ist dieser Garten durch Straßenbau auf dem Campus stark beschnitten und beeinträchtigt worden. Unklarheiten haben dazu geführt, dass er bis heute nicht neu gestaltet und wieder eröffnet werden konnte.

Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt forderte bei einer Besichtigung anlässlich seiner Mitgliederversammlung  am 17./18. Juni 2017 in einer Resolution den Rektor der Universität auf, zum 200. Gründungsjubiläum der Universität für die Neugestaltung des Lehr- und Schaugartens Teil 2 zu sorgen und ihn endlich wieder für Besucher zu öffnen.  Kulturpflanzen sind anders als die meisten Wildpflanzen auf Menschen angewiesen,   die wissen, wie man sie anbaut, nutzt und vermehrt. In den Industrieländern sind bereits über 90 Prozent der Kulturpflanzensorten ausgestorben. Genbanken können die Erhaltung auf Äckern und in Gärten nicht ersetzen.

Resolution vom 18.6.17

Schreiben an den Rektor vom 19.6.17

Stadtratsvorlage vom März 2014, in dem die Stellungnahmen u.a. der drei Träger des Alternativen Nobelpreises aufgeführt sind

 

 

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