Hirschhornwegerich

Hirschhornwegerich Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Plantago coronopus

Synonyme: Hirschhornsalat, Krähenfußwegerich, Schlitzblattwegerich

Der Hirschhornwegerich  gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Er wächst wild auch in Mitteleuropa, gern auf Salzwiesen in Meeresnähe, kommt aber auch mit normalen Gartenböden zurecht. Je nach Bedingungen ist er zwei- bis mehrjährig. Bei milden Wintern ist er durchgehend zu beernten.

Er hat schmale, gezahnte Blätter. Sie stehen in einer dichten Rosette und werden bis 25 cm lang. Junge Blätter sind zart und weich, ältere sind fester und manchmal behaart.

Im Tessin und in Norditalien ist der Hirschhornwegerich eine traditionelle Gemüsepflanze. Bei uns wurde er von anderen Salatarten weitgehend verdrängt. In letzter Zeit erlebt diese Pflanze eine Renaissance und wird ab und zu auf Wochenmärkten angeboten.

Anbau: 

Hirschhornwegerich ist robust und sehr frosthart. Er gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten in normalen, nicht zu trockenen Gartenböden.

Man sät von April bis August direkt ins Freiland aus. Die Abstände der Reihen liegen bei ca 20-25cm Abstand. Relativ dünn in den Reihen säen, ansonsten muß später ausgedünnt werden. Bei Vorkultur pflanzt man im Abstand von 30x30 cm aus.

Voranzucht für die Überwinterung im Folienhaus/Gewächshaus im September, Pflanzung im Oktober.

Bei starkem Kahlfrost im Winter mit etwas Reisig oder Vlies schützen.

Er läßt sich auch gut auf  Fensterbank und Balkon anbauen.

Ernte: 

Ganzjährig möglich; nach Bedarf einzelne Blätter abknipsen oder die Rosette knapp über dem Herz abschneiden, damit sie neu austreibt.

Vermehrung: 

Blüte: ab Juni. Ernte der Samen sobald diese trocken sind.

Selbstaussaat ist die Regel.

Nutzung: 

Die Blätter sind knackig mit  leicht salzig-nussiger Note. Die jungen Blätter werden  wie andere Blattgemüse in gemischten Salaten verwendet. Man kann sie auch für die Zubereitung grüner Smoothies nehmen. Die älteren Blätter werden, 2 Minuten in siedendem Salzwasser blanchiert, als Gemüsebeilage genutzt. Essbar sind auch die jungen Blütenstände vor der Blüte.

Verglichen mit Kopfsalat und Feldsalat enthalten die Blätter vom Hirschhornwegerich mehr Calcium, Vitamin A und Vitamin B2. Der Gehalt an Vitamin C entspricht etwa dem von Feldsalat.

Tipps: 

Mit Hirschhornwegerich können die Gemüsebeete auch im Winter genutzt werden.

Text: Susanne Goroll