Die Erhaltung seltener und vom Verschwinden bedrohter Gemüsesorten im Rahmen einer Patenschaft wird im VEN bereits seit Langem betrieben. Trotz wechselnder Konzepte und Betreuung seitens des Vereins gibt es Paten, die bereits seit vielen Jahren, z.T. seit 1997, ihre Patensorten pflegen.

Für dieses kontinuierliche Engagement in einer oftmals sehr kurzlebigen Welt haben viele langjährig aktive Patinnen und Paten im vergangenen Spätherbst eine Urkunde erhalten, mit der ihre großartige Leistung sichtbar gewürdigt werden soll.

Historische Gemüsesorten in einer Patenschaft erhalten, ist eine wichtige Aufgabe und das Know - How muss erlernt werden. Daher gibt es dieses Jahr erstmalig ein Einstiegseminar im Tropengewächshaus Witzenhausen. Erlernt wird das Wichtigste für den Einstieg in die praktische Vermehrung sowie der Sortenbeobachtung und- Beschreibung der Patensorten. Unsere Patenschafts-AG wird sich und die mitgebrachten Patensorten vorstellen  Wer einen Garten hat , Motivation und Zeit hat, sich um Tomaten, Salate, Bohnen oder Erbsen zu kümmern, ist herzlich eingeladen, am Seminar teilzunehmen.

Dieser Aufforderung folgten in diesem Jahr ca. 500 interessierte Haus-, Klein- und Blumentopfgärtner und besuchten die 2. Saatgutbörse der Initiative "Ein Vermehrungsgarten für Hannover"

Beim diesjähriges Erhalterseminar, Anfang November im Bahnhof Göhrde, trafen sich Sortenpaten, PatenbetreuerInnen und am Thema interessierte Personen zur Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch.

Auf dem Fürstlichen Gartenfest in Schloss Wolfsgarten/Langen im September 2013 hatten die Gruppen Mittelhessen und Rhein-Main den Johannislauch für den Botanikpreis angemeldet. Dieser Lauch ist so unbekannt und gleichzeitig so vielseitig, dass ein Preis wahrscheinlich schien. Wir wurden mit einer Urkunde und einem bronzenen Wolfskopf belohnt  (den ich viel schöner finde als den in Silber oder Gold). Die Besucher waren sehr interessiert an dieser Zwiebel, so dass wir uns am Ende der drei Tage tatsächlich den Mund fusselig geredet hatten.

26. Juli 2013 -  Konzernmacht über Saatgut – Nein danke!   Zu diesem Fazit kommen Vielfalts-Erhalter, Bio-Züchter, Verbraucher- und Umweltorganisationen bei ihrer Analyse des Reformvorschlages der EU-Kommission zum Saatgutrecht. Unter diesem Titel veröffentlichen sie heute eine Stellungnahme und fordern eine radikale Richtungsänderung der Saatgut-Gesetzgebung.

Wer einen neuen, noch unbekannten Standort, zum Garten macht, muss sich auf viele neue Erfahrungen einlassen.

[Artikel von Andrea Heymer] Das Thünen-Institut für Ökologischen Landbau präsentierte am 4. Juli 2013 seine aktuellen Anbauversuche.

Mit der Gemeinschaftsaufgabe, dem Seminar „Bohnenerhalt von A – Z“ startet die Initiative "Ein Vermehrungsgarten für Hannover" in die erste Saison. Mitglieder und Interessierte aus der Region Hannover nahmen am ersten Teil dieser anderen Form eines Saatgutseminares teil.

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